
Größtenteils dem Gerdes unterlegen, aber ohne den JaBla wirds nicht gehen - Das Buch ist sehr ausführlich. Es stehen bedeutend mehr Nachweise drinnen, als im Gerdes, wobei diese in den meisten Fällen ausreichen. Aber wenn es mal etwas spezieller wird, bleibt einem nur noch der JaBla. Auch die Theorie ist hier etwas ausführlicher als im Gerdes.Für die paar Fälle, in denen man den JaBla wirklich braucht kann man sich das Buch ausleihen oder beim Nachbarn reinschauen. 46€ sind eindeutig zu viel für ein Buch, von dem man i.d.R. keine 100 Seiten wirklich verwenden wird. Ich empfehle ganz klar den Gerdes, der auch noch deutlich handlicher ist und nicht einmal die Hälfte kostet. Mit ihm kommt man auch durchs Ionenlotto :)
Leider ein Standardwerk... - An vielen Universitäten wird gefordert, dass sich die Studenten für das anorganische Praktikum dieses Buch anschaffen. Wer es sich nicht kaufen muss, der sollte es auch nicht tun:1. Das Buch beginnt mit einer theoretischen Einführung in die anorganische Chemie. Für ein Lehrbuch nicht ausführlich genug, für die meisten Praktikumsthemen müssen andere, bessere Bücher hinzugezogen werden. Also 137 Seiten, die man herauslassen könnte, aber mitbezahlen muss.2. Im nächsten Kapitel geht es weiter mit Arbeitsschutz und Gefahrstoffverordnung. Gehen Sie zur nächsten Unfallversicherungen, die haben kostenlose Büchlein, die dieses Thema besser behandeln.3. Im dritten Kapitel werden Arbeitstechniken und Laborgeräte beschrieben. Alles dieses steht bei den meisten Dozenten im Skript. Lesen Sie sich dieses Kapitel höchstens einmal in der Bibliothek durch.4. Ab Seite 238 beginnt der Teil, der benötigt wird. Für Versuche im ersten Semester ist er oft nicht ausführlich genug. Zudem ist er unübersichtlich und teilweise unverständlich geschrieben, die Ausdrucksweise setzt Kenntnisse aus höheren Semestern voraus.
bedingt empfehlenswert - Hier findet man viele, viele teilweise nicht nachzukochende Versuchs- und Nachweismöglichkeiten. Für das Grundstudium zu viel Fachwissen vorausgesetzt. Als Lehrbuch absolut ungeeignet. Da gibt es übersichtlichere und einfachere Literatur...
Gutes Buch für das Praktikum mit inhaltlichen Schwächen - Dieses Lehrbuch ist für alle Chemiestudenten ab dem 1. Semester ein absolutes Muss. Es erläutert die einzelnen Trennungsgänge auf das genaueste und vermittelt dem Leser wichtiges Wissen über die einzelnen chemischen Elemente. Es werden hier Vorproben auf Elemente, sowie Nachweisreaktionen und mögliche Störungen aufgelistet. Es ist sehr gut gegliedert und ein beigefügtes Poster bringt eine schnelle Übersicht über die Arbeit. Leider enthält diese Auflage sehr viele inhaltliche Fehler im Gegensatz zum Vorgänger, die einem Erstsemester das Arbeiten im Labor erschweren können, jedoch aber nicht unmöglich machen.
Das Standardwerk - Der „rote Jander Blasius (JB) ist wohl das Standardwerk überhaupt zum qualitativen anorganischen Grundpraktikum. Allerdings ist zu sagen, dass die Meinungen über dieses Werk bei der Studentenschaft weit bis sehr weit auseinander gehen. Woran liegt das? Zum einen wohl an dem zwar strukturierten, aber „unorthodoxen Aufbau dieses Buches, welcher einen dazu nötigt ständig in vorherigen Kapiteln quer zu lesen (1 Stern Abzug). Zum anderen ist zu sagen, dass noch kein „Analytik- Meister vom Himmel gefallen ist und es somit für den absoluten Anfänger oft schwierig ist die im JB meist nicht bis ins letzte Detail aufgeführten Nachweise richtig „nachzukochen. Die daraus resultierenden schlechten Ergebnisse werden dann meist nicht auf die mangelnde Kenntnis bzw. Fingerfertigkeit sondern auf ein Buch reflektiert, welches seit Generationen von Chemikern ausgetestet ist.Somit würde ich empfehlen sich den JB als das vollständige Standardwerk, auf jeden Fall zuzulegen und sich als Ergänzung ein „Kochbuch wie z.B. den „Gerdes aus der Bibliothek auszuleihen. Dieses Buch vermag es nämlich sehr gut die im JB fehlenden Details zu den Nachweisen zu vermitteln. Allerdings enthält dieses Buch zwar wenige, aber dafür fatale Fehler.Somit ist abschließend zu sagen, dass der Jander Blasius wohl das Buch der Wahl ist um sich die Theorie, welche hinter dem Praktikum steht und ohne die man wohl nicht bestehen kann, anzueignen, da es wohl das einzige Buch im deutschsprachigen Raum ist, welches den Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erheben kann.